Veranstaltungselemente

Wie sehen unsere Programme genau aus?

Das ist nicht so einfach zu beschreiben. Jedes Programm ist anders und bezieht die Interessen der Gruppen mit ein. Unsere Programme bestehen aus unterschiedlichen Bausteinen, die wir gerne versuchen entsprechend den Interessen der jeweiligen TeilnehmerInnengruppen zusammen zu stellen.

Sie sagen uns einfach welche Themen und Aktivitäten für ihre Gruppe interessant sind. Wir machen ihnen dann gerne einen Vorschlag. Falls ein Themenangebot nicht zur Verfügung steht, da alle TeamerInnen eigene Schwerpunkte und Fähigkeiten haben, machen Ihnen einen Alternativvorschlag.

Beispielhafte Programme finden sie hier:

Die Programmbausteine sind:

Indianer – wie leb(t)en sie wirklich? Alle haben eine Vorstellung von Indianern, aber wie haben sie wirklich gelebt und wie leben sie heute? In was für Häusern wohn(t)en die Indianer? Gibt es noch Tipis? Gehen die Indianer noch jagen? Was für Medizin benutzen sie? Welche Kleidung hatten sie früher und welche heute? Zu welchen Anlässen wird getanzt? Wie sah das Leben der Indianer früher aus? Wie wurde man Häuptling? und und und ...

Umgang mit der Natur
Früher haben die Menschen in enger Beziehung zur Natur gelebt. Sie haben die Tiere und Pflanzen genutzt aber auch als ihre Brüder und Schwestern verehrt, mit denen sie das Leben teilen und die ihnen das Überleben ermöglichen. Dies vermitteln wir durch Geschichten, Spiele, Aktivitäten in der Natur und Kreativworkshops.

Feste & Traditionen im Vergleich
Welche Zeremonien und Feste gab es früher bei den Indianern? Welche gibt es noch heute? Kann man diese mit unseren Festen und Feiertagen vergleichen? Welche Feste und Zeremonien gab es früher bei den Indiandern und welche Bedeutung hatten sie? Gibt es diese Feste noch heute? Welche Feste habe wir in Deutschland, wie sind diese entstanden und was bedeuten sie? Gibt es Ähnlichkeiten zwischen unseren Festen (Ernte Dank, Ostern, Karneval, Taufe, Konfirmation, Geburtstag ...) und denen der Indianer? Abschließend bereiten wir gemeinsam ein indianisches Fest vor, dass wir dann zusammen feiern werden.

Kunsthandwerk der Indianer/ Kreativangebot
Traumfänger, Perlen und Malerei Die Prärieindianer haben reichhaltiges Kunsthandwerk mit schönen Mustern, Tier- und Pflanzenmotiven. Wir stellen unsere eigenen Kunstgegenstände her und lernen dabei etwas über ihre Bedeutung.

Spielend lernen
Indianische Kinder sind früher nicht in die Schule gegangen. Gelernt haben sie durch die Geschichten, die vor allem die Großeltern erzählt haben und durch allerlei Übungen, die nicht immer einfach waren. Vielfach wurde sozusagen spielend gelernt.
Es gibt viele indianische Spiele, die früher gespielt wurden und noch heute bekannt sind. Oft haben diese Spiele die Geschicklichkeit trainiert, die wichtig war um ein guter Jäger zu werden. Wir spielen gemeinsam die Spiele der Indianer und erklären ihre Bedeutung.

Leben im Tipi
Die Prärieindianer haben lange Zeit in Tipis gelebt, mit denen sie über das weite Grasland gezogen sind. Für sie waren Tipis damals das perfekte Haus. Wir selber werden während des Projektes gemeinsam in zwei Tipis wohnen und wollen uns näher damit beschäftigen.
Es wird darum gehen wie die Indianer früher in einem Tipi gelebt haben und welche Bedeutungen die Tipistangen repräsentieren.
Wir klären auch warum die Prärieindianer in Tipis gewohnt haben und nicht in Häusern. Wir schauen uns Bilder von Häusern und Wohnstätten indigener Völker aus der ganzen Welt an und überlegen gemeinsam, warum sie diese genau so und nicht anders gebaut haben.
Wenn gewünscht können auch kleine Tipis (Höhe ca. 20 - 30 cm) zum mitnehmen gebastelt werden.

Alte Indianische Lebensregeln - aktuell für uns?
Tipstangen und die Regeln des Lebens
Jede der 15 Stangen eines Lakota-Tipi repräsentiert eine wichtige Lebensregel, die für das Miteinander wichtig ist, so z.B. Lernbereitschaft, Respekt, Gleichheit, Dankbarkeit ...
Die TeilnehmerInnen bekommen erzählt, dass jede Tipistange eine Lebensregel repräsentiert. Sie bekommen aber nicht gesagt, welche dies sind. In Kleingruppen beschäftigen sich die TeilnehmerInnen damit, welche fünfzehn Regeln ihnen selber im Zusammenleben mit anderen wichtig sind. Die Kleingruppen einigen sich dann gemeinsam auf Regeln und bekommen abschließend erzählt, auf welche Regeln die Lakota vor vielen Jahren gekommen sind.

Namensgebung
Bei einigen indianischen Nationen konnte im Laufe eines Lebens der Name eines Indianers mehrfach wechseln. Der Grund dafür waren bestimmte Erlebnisse oder Leistungen.
Die Indianer haben sich den Namen aber nicht selber gegeben, er wurde ihnen von den anderen verliehen. Am Beispiel einiger berühmter Indianer wird über indianische Namen gesprochen.
Wer aber kennt die Bedeutung des eigenen Namens? Auch unsere Namen haben Bedeutungen.
Anschließend, aufgeteilt in kleine Gruppen, überlegen sich die TeilnehmerInnen füreinander Namen, die jeweils eine positive Seite des Anderen beschreiben. In einer kleinen Zeremonie werden diese indianischen Namen dann verliehen.

Spurensuche & Natur erleben
Die Indianer waren gute Spurenleser.
Wir wollen unsere Sinne schärfen und im Wald auf Spurensuche gehen. Damit die Suche auch wirklich von Erfolg gekrönt ist werden wir einige "Spuren" legen. Ausserdem bieten wir eine Reihe von Naturerfahrungsspielen an, die den TeilnehmerInnen die Natur auf spielerische Art näher bringt.

Orientierung
Es ist unglaublich, wie gut sich die Indianer orientieren konnten. Wie haben sie das nur gemacht? Einige Tricks wollen wir euch beibringen.

Zeichensprache
Quer über den nordamerikanischen Kontinent konnten sich die Indianer per Zeichensprache verständigen.
Zeichensprache nutzt aber auch jedeR von uns, z.B. wenn man jemandem den Vogel zeigt. Welche Zeichen kennen wir und welche Bedeutung haben sie? Dann versuchen wir uns ohne Worte miteinander zu verständigen. In zwei Gruppen aufgeteilt müssen die TeilnehmerInnen einander etwas Vorgegebenes mit Zeichen und Pantomime mitteilen.
Anschließend wird erklärt, welche Bedeutung und Ausbreitung Zeichensprache bei den Indianern hatte und wie gut man sich damit verständigen konnte. Schließlich werden einige Zeichen gelernt.

Die Stimmen der Natur
Wenn die Indianer sich an ein anderes Lager anschlichen oder auf der Jagd waren, haben sie sich oft verständigt, indem sie Naturlaute täuschend echt nachgemacht haben, z.b. indem sie wie eine Eule gerufen oder ein Coyote geheult haben.
Wir wollen einige Tierstimmen hören und bestimmten lernen. Wie hört sich eine Amsel an und wie singt ein Rotkehlchen? Wie ruft eigentlich ein Reh und wie der Eichelhäher? Wie viele unterschiedliche Rufe haben die Tiere und warum singen Vögel eigentlich?
Nachdem wir das wissen, werden wir versuchen einige Tierlaute nachzumachen und z.B. üben wie eine Eule zu rufen.

Gesichtsbemalung
Indianer vieler Nationen haben sich zu bestimmten Anlässen die Gesichter bemalt. Die Blackfoot z.B. haben sich morgens entsprechend ihrer Stimmung geschminkt, so dass alle im Lager mit einem Blick erkennen konnte, wie es dem anderen geht. Das können wir auch mal ausprobieren und mehr über die Bedeutung der Gesichtsbemalung, Farben und Formen erfahren.

Leben in und mit der Natur
Das Leben der Indianer war hart. Die Winter waren oft sehr kalt, häufig wurde gehungert, da die Jagd nicht immer erfolgreich war. Überleben konnte nur, wer sich in der Natur gut auskannte.
Entsprechend wollen wir auch schauen, wie wir in der Natur zurecht kommen können. Die wichtigsten Aufgaben dabei sind, sich warm zu halten, sich orientieren zu können, Nahrung und Wasser zu finden.

Bogenschießen
Wer denkt bei Indianern nicht ans Bogenschießen?
Wir werden es selber ausprobieren.

Für die etwas Älteren
Indianerfeste, Identität und soziales Leben heute
Die indigenen Gesellschaften haben heute viele Probleme, die aus jahrelanger Unterdrückung resultieren. Sie haben sich von ihrer Kultur entfremdet und brauchten etwas, um die Identität und den Zusammenhalt zu stärken. Hierzu dient vor allem der Pow-Wow mit traditioneller Trommelmusik, bunten Kostümen und Tänzen. Aber auch Zeremonien und traditionelles Kunsthandwerk werden von den jungen Leuten wieder entdeckt und erlernt.

Indianische Lebensart
Indianer verstehen ihre Sicht der Welt nicht als Religion sondern als Lebensphilosophie. Diese wird in einer reichhaltigen Tradition des Geschichten-Erzählens von Generation zu Generation weitergegeben.
Konkret beschäftigen wir uns während des Programms mit folgenden Themen:

  • Bedeutung des Kreises, der Himmelsrichtungen und der Farben
  • Das Medizinrad am Beispiel der Trommel
  • Verbindung von Geschichten und symbolischer Darstellung
  • Bedeutung des Geschichten-Erzählens früher und heute
  • Geschichten erzählen am Lagerfeuer

Nachhaltigkeit & Umweltschutz
Für die Indianer galt die Weisheit: "Bei allem was du tust, bedenke, dass dies noch in sieben Generationen keine negativen Folgen haben sollte."
Wenn wir über diese Weisheit und Lebensregel miteinander sprechen, sind wir schnell beim Thema Umweltschutz und der Auseinandersetzung darüber, ob das Verhalten der Menschheit und unser eigener Lebenstil diesem Motto entspricht.

Vorträge zu den folgenden Themen:
Zu Besuch bei Sitting Bulls Enkeln: Diavortrag über einen Jugendaustausch der bei den Lakotaindianern auf der Pine Ridge Reservation stattgefunden hat. Inuit: Ein Leben im Eis, gestern und heute.
Kelten: Sie lebten von der heutigen Türkei bis nach Irland in fast ganz Europa. Germanen: Wer waren sie wirklich, wo und wie haben sie gelebt? Stammen wir von den Germanen ab?




Text: Achim Riemann/Tipiprojekt - Erstellung: Ein Uhu - Ein Projekt von JANUN e. V. - Impressum








Programm


www.flickr.com
Dies ist ein Flickr Modul mit öffentlichen Elementen des Gruppenpools Tipiprojekt. Ihr eigenes Modul können Sie hier erstellen.